Filme & Serien
In der Rubrik “Filme & Serien” habe ich meine Reviews über Filme, Dokumentation und Serien zusammengetragen.
Sämtliche Texte sind selbst verfasst und spiegeln meine persönliche Meinung wider.
Die Bewertungskala ist 10-teilig. Beurteilt wird der Film selbst, sowie die Bild- und Tonqualität, wobei die Bewertung der technischen Kriterien an das Medium (Blu-ray, DVD, HDTV, Streaming) angepasst ist.
Lissi und der wilde Kaiser (2007)
Ich möchte gleich vorweg schicken, dass ich kein großer Fan von Michael Bully Herbig bin. Die Komikergruppe rund um Herbig, Tramitz und Kavanian bringt mich zwar immer wieder zum Schmunzeln, nachhaltige Begeisterung bleibt im Regelfall allerdings aus. Der Film ist trotz aller Bemühungen nur als solides Mittelmaß zu bezeichnen. Irgendwie konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass man sich nie ganz einig war, ob nun ein Bully-Film oder ein Animationsfilm gedreht werden sollte. Darüberhinaus sind viele der Gags bei mir ganz einfach nicht richtig angekommen. Dabei hat sich das Team ganz offensichtlich riesige Mühe gegeben. Die Figuren[...]
Schräger als Fiktion (2006)
Unter der Regie von Marc Foster ("Wenn Träume fliegen lernen", "Monster's Ball") entstand 2006 der Film "Schräger als Fiktion". Will Ferrell spielt die Rolle des Steuerfahnders Harold Crick fantastisch und zeigt mit eine gefühlvollen Darbietung eindrucksvoll, dass er weit mehr kann als ihm viele (mich eingeschlossen) zugetraut hätten. Ganz großartig sind auch die Nebenrollen in diesem Film besetzt. Die wunderbare Maggie Gyllenhaal spielt nach Secretary ihre beste Rolle, Dustin Hoffmann war selten so witzig und Emma Thompson hat mich mit ihrem Auftritt regelrecht hypnotisiert. Die Geschichte ist fantastisch und bodenständig zugleich. Ganz besonderes Lob verdient auch die optische[...]
Reservoir Dogs (1991)
Reservoir Dogs ist der Film, mit dem Quentin Tarantino Anfang der 1990-er bekannt und in weiterer Folge auch kommerziell erfolgreich wurde. Gemeinsam mit "Pulp Fiction" stellt der Film für mich bis heute den Höhepunkt von Tarantinos Schaffen dar. Neben dem grandiosen Harvey Keitel überzeugen Tim Roth, Steve Buscemi, Michael Madsen und Chris Penn auf allen Ebenen. Der episodenhafte Erzähltstil und die rohe Brutalität sollten ja auch in vielen späteren Filmen von Tarantino zu einem seiner Markenzeichen werden. Die Bildqualität des 17 Jahre alten Films ist überraschend gut, kann aber natürlich mit modernen Produktionen in keinster Weise mithalten. Der[...]
Street Kings (2008)
Regisseur David Ayer ("Training Day") kehrt mit einer Starbesetzung zurück in die Stadt der Engel und inszenierte einen knallharten Cop-Thriller, der im deutschsprachingen Raum keine Jugendfreigabe erhalten hat. Einmal mehr geht es um korrupte Polizisten, Macht, Sündenböcke und viel Gewalt. Der Film beginnt sehr spannend, verliert aber in der zweiten Hälfte ein wenig an Intensität. Das liegt sicherlich auch daran, daß die Geschichte aufgrund etlicher bekannter Elemente ein wenig abgenutzt erscheint. Keanu Reeves und seine Kollegen spielen ihre Rollen aber mehrheitlich sehr gut und vermitteln der Geschichte zusätzliche Glaubwürdigkeit. Lediglich Jay Mohr ist in diesem Film für mich[...]
City Of God (2002)
"Die Stadt Gottes" ist der Name eines Elendsviertels am Rande der Metropole Rio de Janeiro. Dort hat auch die Geschichte des Außenseiters, späteren Fotografen und Erzählers Buscapé ihren Ursprung. Die dramatische Geschichte erstreckt sich über zwei Jahrzehnte und basiert auf wahren Begebenheiten. Die Regisseure Katia Lund und Fernando Meirelles erzählen in Etappen den Aufstieg von "Locke, dem Boss", der in den 70-igern zu einem der mächtigsten Drogenbosse in Rio aufstieg. Die Geschichte ist brutal und soweit man das vermuten kann realitätsnah. Dafür sorgen unter anderem die vielen Laiendarsteller, die großteils selbst aus der Stadt Gottes stammen. Die Geschichte[...]
Across The Universe (2007)
Aufgrund der vielen positiven Kritiken im Netz habe ich diesen Film von Julie Taymor zu einem sehr günstigen Preis erstanden. Was kann schon schiefgehen dachte ich... Musik von den Beatles und eine von vielen als "sehr schön erzählte Geschichte" beschriebene Story; auf Amazon findet sich in der offiziellen Kurzbeschreibung gar die Formulierung "revolutionäres Rockmusical". Naja... was soll ich sagen ? Schlimmer geht es ja kaum noch! Ich bin zwar Musikliebhaber, aber mit dieser Art von Musicalfilm kann ich absolut gar nichts anfangen. Die Darsteller sind zwar bemüht, aber stellenweise ganz einfach unerträglich schlecht. Die nachgesungene Musik (ich dachte[...]
Der Kontrakt des Zeichners (1982)
Der 1982 entstandene Film von Peter Grennaway entführt den Zuseher in das England des späten 17-ten Jahrhunderts. Der Film ist eine groteske Mischung aus Kriminalfilm und Komödie. Die Kostüme und die Art der Dialoge sind stark übertrieben, geben dem Film aber eine ganz besondere, teils sehr unterhaltsame Note. Die Musik von Michael Nyman unterstreicht dies noch zusätzlich. Der Film wird vielerorts als Kunstfilm kategorisiert und erhielt durchwegs sehr gute Kritiken - viele sprechen sogar von Greenaways bestem Film. In vielen Rezensionen wird allerdings behauptet, daß der Konsument überdurchschnittlich intelligent sein muss, um den Film zu begreifen. Das finde[...]
James Bond 007 – Ein Quantum Trost (2008)
Daniel Craig schlüpfte für "Ein Quantum Trost" zum zweiten Mal in die Rolle des legendären britischen Geheimagenten. Die Geschichte knüpft defacto nahtlos an "Casino Royale" an und verschwendet auch keine Zeit mit langatmigen Einleitungen. James Bond jagt in atemberaubendem Tempo von Schauplatz zu Schauplatz und versucht dabei eine internationale Verschwörung ungeahnten Ausmaßes aufzudecken. Der Film bietet reichlich Action und ein solides Mittelmaß an Spannung. Die Mehrheit der Bond Fans sind verständlicherweise enttäuscht, da viele 007-spezifische Dinge aus der Vergangenheit kaum oder gar nicht mehr in Erscheinung treten. Mich persönlich stört das nur bedingt. Nach der technisch perfekten Blu-ray[...]
Der Baader Meinhof Komplex (2008)
Regisseur Uli Edel und Drehbuchautor Bernd Eichinger erzählen in diesem Spielfilm einen Teil der RAF Geschichte, zumeist aus den Blickwinkeln der Terroristen Baader, Ensslin, Meinhof und Co. Als Vorlage für das Drehbuch diente das gleichnamige Buch von Stefan Aust. Ein beeindruckendes Maß an Recherche und viel Liebe zum Detail verleihen dem Film die notwendige Glaubwürdigkeit, soweit man das überhaupt beurteilen kann. Die Schauspieler machen ihre Sache meiner Meinung nach sehr gut und unterstützen die Bemühungen von Uli Edel und Bernd Eichinger. Die erste Filmhälfte ist ganz besonders spannend, da einige Hintergründe erläutert werden, die man als Kind der[...]
Almost Famous – Fast berühmt (2000)
Vor einigen Jahren habe ich diesen Film zufällig im Fernsehen gesehen. Ich war sofort von der wunderbaren Geschichte und der filmischen Umsetzung begeistert. Cameron Crowe ist verantwortlich für Drehbuch und Regie und erzählt eine weitgehend wahre, fast autobiographische Geschichte. Cameron benutzt im Film für seinen Charakter den Namen William Miller (wunderbar gespielt von Patrick Fugit). William arbeitet für das Creem Magazine und soll einen Bericht über ein Black Sabbath Konzert schreiben. Auf dem Konzert lernt er die fiktive Newcomerband Stillwater, sowie Penny Lane (Kate Hudson) und ihre Groupie-Clique kennen. William erhält einen Auftrag vom Rolling Stone Magazine und[...]
The Acid House (1998)
Diese DVD beinhaltet drei Kurzfilme, die auf einer Adaption von Irvine Welshs Kurzgeschichte "The Acid House" basieren. Der Film wurde 1998 von Paul McGuigan in Szene gesetzt, der ua. auch bei Filmen wie "The Reckoning" und "Lucky Number Slevin" Regie geführt hat. In der ersten Geschichte muß ein junger Mann namens Boab dabei zusehen, wie sein Leben innerhalb eines Tages vollkommen auseinanderbricht. In einem Pub begegnet er Gott und ein verrückter Rachefeldzug nimmt seinen Lauf... Die zweite Geschichte handelt von Johnny (gespielt von Kevin McKidd), einem Weichei, daß sich so ziemlich alles aufschwatzen lässt. Als der neue Nachbar[...]
Metal – A Headbanger’s Journey (2005)
Der kanadische Metalhead Sam Dunn gibt in dieser Dokumentation aus dem Jahr 2005 Einblicke in die Welt des Heavy Metal und versucht verschiedenste Themenbereiche rund um das globale Phänomen zu erläutern. Wie gefährlich ist Heavy Metal wirklich ? Woher kommt Heavy Metal ? Sind alle Heavy Metal Fans Satanisten ? Wo sind die Frauen des Heavy Metal ? Auf diese und viele andere Fragen versuchen Musiker, Fans, Soziologen, Psychologen und Kritiker gleichermaßen Antwort zu geben. Das ambitionierte Filmprojekt hat mir gut gefallen, obwohl viele Themenbereich natürlich nur ganz oberflächlich behandelt werden konnten. Störend empfand ich, dass man sich[...]
Der Klang des Herzens (DVD)
Jungstar Freddie Highmore spielt in diesem romantisch-kitschigen Musikliebesdrama an der Seite von Jonathan Rhys-Meyers, Keri Russel, Terence Howard und Robin Williams. Nach einer starken Anfangssequenz, zeigt der Film leider sehr schnell sein wahres Gesicht. Obwohl die Geschichte mehr als genug Platz bieten würde, sind die Charaktere nicht sehr detailiert gezeichnet. Die Handlung ist über weite Strecken dünn und mancherorts sogar schlicht und ergriffen unglaubwürdig. Die schauspielerischen Leistungen sind als mittelmäßig bis schlecht zu bezeichnen (speziell Jonathan Rhys-Meyers ist für mich in diesem Film ein Streichresultat). Robin Williams zeigt den Herrschaften zwar wie es geht, kann in seiner Nebenrolle[...]
Spiel mit der Angst (2007)
Die im Jahr 2007 gedrehte englisch-kanadische Koproduktion war ein absoluter Blindkauf. Neil und Abby Randall (gespielt von Gerald Butler und Maria Bello) haben eine Tochter und führen ein zufriedenes Leben. Eines Tages lauert den beiden ein bewaffneter Fremder (Pierce Brosnan) im Auto auf und konfrontiert sie mit der Entführung ihrer Tochter. Der Fremde treibt mit dem Ehepaar brutale Psychospiele und beginnt Schritt für Schritt das Leben der beiden zu zerstören. Der durchwegs spannende Thriller entwickelt sich recht geradlinig und bietet in der ersten Stunde kaum Außergewöhnliches. Die überraschenden Wendungen am Ende sind gut gelungen und leiden lediglich unter[...]
V wie Vendetta (2006)
"V wie Vendetta" basiert auf der gleichnamigen Comicserie von Alan Moore und David Lloyd. Das Drehbuch stammt von den Wachowski Brüdern. Regie führte James McTeigue. Die Geschichte entführt den Zuseher nach Großbritannien in einer fiktiven Zukunft. Der Staat wird totalitär geführt und die Bevölkerung wird durch Angst gefügig gemacht. Unterdrückung von Minderheiten und Randgruppen, Expiremente mit Menschen und Zensur sind nur einige der Verbrechen, die der Staat tagtäglich begeht. Der gebildete, aber auch äußerst brutale "V" (Hugo Weaving) widersetzt sich dem Regime und ruft die Bevölkerung zum aktiven Widerstand auf. Er ermordet Regimemitglieder und bringt Informationen über die Taten[...]













