Die Science-Fiction-Serie “Babylon 5” basiert auf einer Idee von J. Michael Straczynski  (“Sense8”), der auch einen Großteil der Drehbücher verfasst hat. Zwischen 1993 und 1998 wurden insgesamt 110 Episoden in fünf Staffeln produziert. Die Musik zur Serie stammt von Christopher Franke. Ergänzend entstanden zwischen 1993 und 2002 auch mehrere Fernsehfilme und eine Spin-Off Serie namens “Crusade”, die allerdings nach nur einer Staffel eingestellt wurde. Sämtliche Produktionen rund um “Babylon 5” wurden bis dato ausschließlich auf VHS und DVD erhältlich. Seit 2021 bieten einige Streamingdienste eine neu überarbeitete HD-Version der Serie im 4:3 an.

Die Serie beginnt im Jahr 2257. Die Menschen haben zu diesem Zeitpunkt seit knapp 100 Jahren die Technologie um den Weltraum zu bereisen. Schon bald nach dem Aufbau der ersten Kolonien auf dem Mars und Proxima 3 entbrannte ein Krieg mit den Dilgar, den die Erde für sich entscheiden konnte. Aufgrund eines folgenschweren Missverständnisses begann wenig später der Krieg zwischen der hochentwickelten Rasse der Minbari und den Menschen. Die Minbari hatten die Flottenverbände der Erde de facto besiegt, als eine völlig unerwartete Kapitulation der Minbari.

Nach Kriegsende wurde die erste der mächtigen Babylon-Stationen gebaut. Die Raumstation sollte ein neutraler Ort für alle Völker der Galaxis sein – geprägt von Handel und Diplomatie. Erst die fünfte Babylon-Station hatte Bestand und nahm unter dem Kommando von Jeffrey Sinclair (Michael O’Hare) den Betrieb auf. Unterstützt wird Sinclair dabei von seiner Stellvertreterin Susan Ivanova (Claudia Christian), Sicherheitschef Michael Garibaldi (Jerry Doyle) und dem medizinischen Leiter Dr. Stephen Franklin (Richard Biggs). Die Offiziere tragen viel Verantwortung und die ihnen unterstellten Mitarbeitern haben oft große Mühe, die vielfältigen Problemstellungen des Alltags auf Babylon 5 zu bewältigen. Darüber hinaus haben viele Völker auch Botschafter auf die Raumstation 5 entsandt – darunter Delenn von den Minbari (Mira Furlan), G’Kar von den Narn (Andreas Katsulas), Londo Mollari von den Centauri (Peter Jurasik) und Kosh von den Vorlonen. Während die Begehrlichkeiten der Diplomaten und das Säbelrasseln zwischen verfeindeten Völkern für zusätzliche Turbulenzen auf der Station sorgen, erstarkt im Verborgenen ein alter Feind…

Die Bildqualität von “Babylon 5” ist leider historisch bedingt schlecht bis mittelmäßig. Das gilt vor allem für die in 4:3 produzierten Spezialeffekte, die für das auf den DVDs vorhandene 16:9 Letterbox Format hochgerechnet und massiv beschnitten werden mussten. Auf modernen Großbildfernsehern ist das Ergebnis in vielen Fällen nicht sehr ansehnlich. Auf den DVDs sind deutsche und englische Mehrkanaltonspuren im Dolby Digital 5.1 Format vorhanden. Der Ton ist in Ordnung, aber nicht sonderlich spektakulär.

Mein Fazit: Da bei den diversen Star Trek Varianten der Funk nie so richtig überspringen wollte, war “Babylon 5” in den 90-igern DIE Science-Fiction Serie für mich. Auch 25 Jahre später hat die Serie noch einmal Spaß gemacht. Die erste Staffel verlangt dem Zuseher viel Sitzfleisch ab und besteht zu einem sehr großen Teil aus Geschichten, die mit dem späteren Haupthandlungsstrang nichts zu tun haben. Belohnt wird man mit einer packenden und vielschichten Story in den Staffeln 2, 3 und 4.

Serie: 8,5/10
Bild: 5/10
Ton: 7/10

Reviewdatum: 2021
BD/DVD Erscheinungsjahr: 1994-2003
Produktionsjahr: 1993-2002
Studio/Verleih/Vertrieb: TNT/Warner