Unter der Regie des japanischen Filmemachers Kenji Kamiyama enstand 2024 der Animationsfilm “Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim”. Das Drehbuch stammt von Phoebe Gittins, Arty Papageorgiou, Jeffrey Addiss und Will Matthews. Philippa Boyens, die einst gemeinsam mit Peter Jackson und Fran Walsh an den Drehbüchern der Herr der Ringe bzw. der Hobbit-Trilogien mitarbeitete, war als Beraterin und Produzentin bei dem Projekt an Bord.

Der Film spielt ca. 243 Jahre bevor Frodo Beutlin in den Besitz des Rings kommt. Das Königreich Rohan wird von Helm Hammerhand (Brian Cox) regiert. Seine Tochter Hera (Gaia Wise) soll mit einem Prinzen aus Gondor vermählt werden. Eines Tages fordert Freca, ein Fürst der Dunländer, Heras Hand. Er will Hera mit seinem Sohn Wulf (Luke Pasqualino) verheiraten. Helm empfindet die Forderung Frecas als Beleidigung und erschlägt den Dunländer in einem Zweikampf. Die Dunländer ziehen sich zurück, doch Wulf sinnt nach Rache…

Die Bild- und Tonqualität ist gut bis sehr gut.

Mein Fazit: Der im Original von Miranda Otto gesprochene Prolog und das aus der Trilogie bekannte musikalische Thema der Rohirrium verheißen Gutes. Das Animationsteam hat viele Design-Elemente der Trilogie übernommen und schaffen damit unmittelbar eine vertraute Atmosphäre. Die Handlung des Films kann leider mit den positiven Vorzeichen nicht mithalten. Die 134 Minuten vergehen zwar recht flott, die Geschichte ist aber eine sehr “dünne Suppe”. Die Charaktere bleiben sehr oberflächlich und der Animationsstil kann speziell bei den Action-Szenen nicht überzeugen. Übrig bleibt ein durchschnittlicher und tendenziell langweiliger Fantasy-Film, der vermutlich bestenfalls für große Tolkien-Fans interessant sein dürfte.

Film: 6/10
Bild: 8/10
Ton: 7/10

Bildquellen: –

Reviewdatum: 22.08.2026 (Stream via Netflix)
BD/DVD Erscheinungsjahr: 2025
Produktionsjahr: 2024
Verleih/Vertrieb: Plaion Pictures/Universal Pictures