Unter der Regie von Scott Cooper (“Black Mass“, “Crazy Heart“) entstand im Jahr 2025 das Drama “Springsteen: Deliver Me From Nowhere”. Der Film basiert auf Warren Zanes Sachbuch “Deliver Me from Nowhere: The Making of Bruce Springsteen’s Nebraska”.

Die Handlung des Films beginnt 1981/1982. Bruce Springsteen (Jeremy Allen White) hat das erfolgreiche Album “The River” veröffentlicht und die darauffolgende lange Tour kommt zu einem Ende. Springsteen sehnt sich nach Ruhe und zieht sich in sein Haus in Colts Neck, New Jersey zurück. In Rückblenden erfährt der Zuseher Details über Springsteens Kindheit und der Beziehung zu seinen Eltern (Gaby Hoffmann und Stephen Graham). Das Management von CBS möchte das Momentum aufrecht erhalten und drängt Bruces Manager Jon Landau (Jeremy Strong) bald mit den Arbeiten an dem nächsten Album zu arbeiten. Zwischenzeitlich hat Bruce in seinem Schlafzimmer mit Aufnahmen für das nächste Album begonnen. Die düsteren und sehr intimen Songs sind inspiriert von amerikanischer Folk-Musik, Filmen und verschiedenen Roman und Kurzgeschichten. Als Jon von Bruce das erste Tape mit rohen Entwürfen erhält erkennt er sofort, dass die künstlerische Vision seines Schützlings und die Erwartungshaltung des Labels nicht in Einklang zu bringen sind…

Die Bildqualität ist sehr gut und gibt keinen Anlass zur Kritik. Die deutsche Dolby Digital Plus 7.1 Tonspur bietet zu jeder Zeit gute Dialogverständlichkeit. Die Konzertszenen sind kraftvoll und vermitteln Live-Atmosphäre, während die Intimität der Aufnahmen im Schlafzimmer schön hervorgestrichen wird. Die englische Tonspur liegt unter anderem im DTS-HD MA 7.1 Format vor.

Mein Fazit: Ich liebe Musik und mag Biopics. Obwohl die Schauspieler ihre Sache großteils sehr gut machen, konnte mich “Springsteen: Deliver Me From Nowhere” aber leider nicht wirklich begeistern. Das liegt primär an der überwältigenden und sehr dominanten düsteren Grundstimmung des Films. Das macht vor dem Hintergrund von Bruce Springsteens Depressionen und der Entstehung des düsteren “Nebraska” Albums natürlich alles Sinn, hat mir aber etwas den Spaß an der Sache geraubt. Nebenhandlungen wie die Beziehung zu Faye Romano (Odessa Young) verschwinden dabei in der Bedeutungslosigkeit. Schade.

Film: 6/10
Bild: 8,5/10
Ton: 8/10

Bildquellen: © Disney

Reviewdatum: 14.10.2026
BD/DVD Erscheinungsjahr: 2026
Produktionsjahr: 2025
Studio/Verleih/Vertrieb: 20th Century Studios / Walt Disney Studios Home Entertainment / LEONINE