Beschreibung & Eindrücke

Im November 2013 hielt der AKG K550 bei mir Einzug – mein bisher dato bester Kopfhörer. Nach den beindruckenden Hörerlebnissen mit dem X3 von Fiio, wuchs mein Interesse an Kopfhörerverstärkern. Auf der Suche nach interessanten und gleichzeitig erschwinglichen Produkten “stolperte” ich über den Destiny Aristaios. Destiny Audio ist ein deutscher Direktvertrieb für Audioprodukte. Die meisten Produkte werden in China gefertigt und unter dem Namen Destiny vertrieben.

Der Aristaios ist ein Hybrid KHV mit zwei 6AK5 Röhren. Das überraschend massive Gehäuse wiegt 2,3kg und besteht aus Aluminium. Auf der Gerätefront findet man zwei große Drehregler. Der linke Regler schaltet die Eingangsimpedanz zwischen 32 und 300 Ohm um. Der rechte Regler dient der Lautstärkeregelung. In der Mitte zwischen den Reglern befindet sich die 6,3mm Klinkenbuchse für die Kopfhörer. Der Ein-/Ausschalter befindet sich seitlich links. Auf der Rückseite des Gerätes findet man den Line-In Eingang (Cinch Buchsen) und den 230V Stromanschluß in Form eines Kaltgerätesteckers

Negativ ist mir zu Beginn der “kratzende” Lautstärkeregler aufgefallen. Zwischen der 10:00 und 3:00 Uhr Position hat das Poti an irgendeinem Teil des Gehäuses gerieben. Das Problem konnte ich aber selbst lösen, indem ich den Regler vorsichtig (aber bestimmt) zu mir gezogen habe. Dadurch dürfte ich den normalen Abstand zwischen Poti und Gehäuse wieder hergestellt haben. Das kratzende Geräusch habe ich seither nicht mehr gehört. Ich hoffe, daß das so bleibt.

Klangeindrücke

Die ersten Klangeindrücke mit dem AKG waren durchaus positiv. Beeindruckt war ich von der Ausgangsleistung des KHV. Wenn der Lautstärkeregler die 10 Uhr Position überschreitet komme ich – je nach Quellmaterial – sehr flott an meine persönliche “Schmerzgrenze”. Die 12:00 Uhr Position ist für mich kaum auszuhalten.

Die tieferen Frequenzen habe ich bei den bisherigen Hörtests als tendenziell voluminös, etwas aufgedickt wahrgenommen. Bei manchen Stücken sind subjektiv auch Details in der Basswiedergabe verlorengegangen. Die Mitten wirken trotzdem kräftig und detailiert. Der Hochtonbereich ist leicht zurückgenommen.

Update 2019

Im Jahr 2019 habe ich mir einen Beyerdynamic DT 770 in der 250 Ohm Variante und einen Fostex T50RP MK3 gegönnt. Beide Kopfhörer leben an dem Destiny KHV regelrecht auf. Mein Topping DX3pro und mein mittlerweile eingemotteter Corda Jazz konnten nicht ansatzweise so viel Leistung zur Verfügung stellen.

Fazit & Preis

Der Destiny Aristaios hat nach längerer Spielpause durch den leistungshungrigen Fostex T50RP MK3 ein zweites Leben in meiner HiFi-Landschaft erhalten. Der damalige Kaufpreis von 259,- war seinerzeit am oberen Ende meines Budgets angesiedelt. Ich bereue den Kauf aber nicht, da das Gerät mittlerweile seit über sechs Jahren gute Dienste verrichtet.

Der Verstärker ist mittlerwile nur mehr gebraucht erhältlich. Destiny Audio hat nach meinem Kauf eine MK2 Variante des KHV vertrieben.
Aktuell (April 2021) ist auf der Homepage von Destiny kein Gerät dieser Klasse mehr gelistet.

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